Gründung des Musikvereins am 28. Januar 1900

Die heutige Stadtkapelle Knittlingen e.V. ist in der glücklichen Lage, noch im Besitz der 100 Jahre alten Originalprotokolle der Gründungsversammlung zu sein. Die Protokolle sind handschriftlich in sehr sauberer Sütterlin-Schrift gefertigt.

Die weitere Entwicklung des Vereins

Über die weitere Entwicklung des Vereins bis Anfang der Zwanziger-Jahre ist uns leider nichts bekannt. Vermutlich sind die Protokolle beim Brand des „Alten Schulhauses“ während des zweiten Weltkrieges vernichtet worden.

Erst den Aufzeichnung aus dem Jahre 1921 entnehmen wir, dass es zwischenzeitlich wohl zwei Kapellen gegeben haben muss, nämlich einen „Musikverein“ und eine „Musikvereinigung“. Bei der Gründung des „Bezirks VII mittlere Enz“ des süddeutschen Musikerverbandes haben sich beide Kapellen getroffen und kamen auf Initiative von Mattheis Hildenbrand überein, sich zukünftig gemeinsam als Feuerwehrkapelle zu formieren. Die erste gemeinsame Probe fand dann am 19.03.1921 in der Kartonagenfabrik Karl Keller statt und so konnte man bereits vom 16.- 18. Juli 1921 das schwäbische Musikfest in Leonberg besuchen (mit 2 Übernachtungen!) und beim dortigen Wertungsspiel einen 2. Platz in der Unterstufe erringen. Der hierfür erhaltene Pokal wurde anschließend 8 Tage im „Schaufenster des Caffees“ ausgestellt.

Die Zeit von 1928 bis 1941

Weitere umfangreiche Protokolleinträge finden wir dann erst wieder in der Zeit ab 1928. Das Vereinsgeschehen in der Zeit bis zum Beginn des 2. Weltkrieges hat der ehemalige Schriftführer August Göhner in ausgezeichneter „Sütterlin-Schönschreibschrift“ detailliert festgehalten. Hieraus ist - in chronologisch komprimierter Form - folgendes zu entnehmen:

27.10.1928

Unter Vorsitz von Christian Hartschuh fand eine (erneute) Gründungsversammlung im Gasthaus „Linde“ statt, die den Zweck hatte, die beiden früher existierenden Musikkapellen zu einem Musikverein zu vereinigen. Der erfolgreiche Verlauf der Versammlung wurde am darauffolgenden Tag mit einem Platzkonzert auf der Kreuzstraße gefeiert.

08.12.1928

Anlässlich einer Versammlung im Gasthaus "Hirsch" wurden folgende Entschädigungsleistungen festgelegt: - Ständchen 15 Mark - Weihnachtsfeier 30-45 Mark (je nach Dauer und Besetzung) - Sommerfest 100 Mark plus 1 Fass Bier zum Ankaufspreis.
Entlohnung des Kapellmeisters: Proben à 2 Mark, bei Veranstaltungen 5% extra.

28.09.1929

Erster Auftritt der Kapelle mit einheitlicher Uniform anlässlich eines Sommerfestes.

In Versammlungen davor wurde u.a. beschlossen, dass

  • jedes Mitglied für die Beschaffung der Uniform 20 Mark Zuschuss aus der Vereinskasse erhält
  • Mitgliedsbeiträge wegen Arbeitslosigkeit gestundet werden können
  • schlechter Probenbesuch evtl. mit Disziplinarstrafen belegt werden sollen. 

26.01.1930

Beschluss, das Musikfest in Massenbachhausen zu besuchen. Die Fahrt dorthin mit insgesamt 40 Personen erfolgt mit dem LKW des Christoph Brodbeck.

„Wegen der schlechten Zeit“ wurden immer wieder restriktive Maßnahmen beschlossen:
So wurden zum Beispiel die Monatsbeiträge von 1928 bis 1931 von ursprünglich 35 Pfennige sukzessive bis auf 10 Pfennige reduziert.
Der Dirigent wurde nur für solche Proben entschädigt, die im tatsächlichen Probezimmer im neuen Schulhaus abgehalten wurden.
Der Vereinsdiener (zuständig für das Kassieren der Beiträge und Einladungen der Mitglieder zu Versammlungen u.ä.) erhält nur noch 35 Mark jährlich.
Bei festlichen Veranstaltungen haben Arbeitslose freien Eintritt.
Statt einer Mitgliederversammlung hat der Verein am 31.08.1930 ein Sonntagnachmittagskonzert bei der Kegelbahn „zur Krone“ abgehalten.
Ab 1. Nov. 1930 wurden sämtliche Festveranstaltungen abgesagt.

11.02.1934

Generalversammlung: „Der Musikverein war bestrebt seine Neutralität zu wahren. Ihm wurde bis dato von der NSDAP nichts in die Wege gelegt.“

26.08.1934

Außerordentliche Generalversammlung: Es wurde beschlossen, dem von der Partei organisierten Süddeutschen Musikerverband nicht beizutreten.

24.02.1935

In dieser Generalversammlung wurden die Vereinsvorsitzenden erstmals „Vereinsführer“ genannt.

12.05.1935

Entsprechend den Bestimmungen der Reichsmusikkammer Berlin waren alle Privatunternehmungen von „musizieren“ aufzulösen. Hierzu gehörte auch das Choralblasen vom Kirchturm. Nachdem das Musizieren im Musikverein keine private Unternehmung war, hat der Kirchengemeinderat nun dem Musikverein das Choralblasen vom Kirchturm übertragen.

15.07.1939

Außerordentliche Generalversammlung im Bürgersaal. Wörtlich aus dem Protokoll: „Grund der Versammlung: Nachdem am 1. Mai die aktiven Mitglieder des Musikvereins sich am Festzug mit musizieren nicht beteiligten, wurde dem Musikverein das Probenlokal von seiten der Gemeindebehörde entzogen. Somit trat ein Stillstand des Musikvereins ein.“

Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Lehner wurden dann alle musizierenden Gruppen im Musikverein zusammengefasst (einschl. Handharmonikaspieler und einer Streichergruppe). Ein musizieren außerhalb des Musikvereins war nicht mehr zulässig.

Als Führer des jetzt für jegliches Musizieren in Knittlingen zuständigen Musikvereins wurde Hauptlehrer Ernst Neubold ernannt.

Allerdings fanden wegen Kriegsausbruch nun keine Versammlungen und wohl auch keine musikalischen Veranstaltungen mehr statt.

Die letzte Eintragung im Protokollbuch stammt vom 22.03.1941. Zu diesem Termin wurde nochmals eine Versammlung im Gasthaus „Adler“ abgehalten, in der hauptsächlich die Ordnungsmäßigkeit der Kasse seit 1939 bestätigt wurde. Gleichzeitig wurde der Monatsbeitrag auf 10 Pfennige herabgesetzt und vereinbart, dass sich jedes Mitglied selbst ausschließt, das mit 3 Monatsbeiträgen im Rückstand ist.

Mit diesem Beschluss enden auch die Aufzeichnungen aus den ersten 40 Jahren der Vereinsgeschichte.

Der Verein nach Kriegsende

Die nach Kriegsende noch vorhandenen Instrumente des Vereins mussten aufgrund einer Anordnung der Besatzungsmächte abgeliefert werden.

Am 30.01.1948 arrangierte Erwin Held im Gasthaus „Blume“ eine Zusammenkunft, an der 14 Personen teilnahmen, die den Wiederaufbau des Musikvereins unterstützen wollten. Da insgesamt nur 4 Blasinstrumente vorhanden waren, die Heimatvertriebene mitgerettet hatten, wurde zunächst nur mit einer Streichmusik begonnen. Doch bereits am 14.03.1948, am Tage der Konfirmation, erklang erstmals wieder ein Choral vom Kirchturm durch 6 Blechbläser. Von nun an wurde das sonntägliche „Kirchturmblasen“ zur Tradition und war letztlich auch Werbung für den nun wieder entstehenden Musikverein.

07.11.1948

Die „Musikkapelle Knittlingen“ veranstaltet ihren ersten öffentlichen Unterhaltungsabend in der Festhalle. Der dabei eingesetzte Kaiserbass wurde für 450,- Mark „auf Pump“ gekauft.

29.08.1949

Die Teilnahme am 1. Bezirksmusikfest des Bezirks 5 in Mühlacker mit 12 Musikern war der Einstieg, um sich wieder als feste musikalische Einrichtung zu etablieren.

Während bis 1949 die Herren Christian bzw. Fritz Happel die Kapelle musikalisch leiteten, stand dem Klangkörper ab 1950 Kurt Brüggemann und ab 1953 Emil André als musikalischer Leiter vor. Die Kapelle hatte sich bis zum Jahr 1950 immerhin so schön „gemausert“, dass es möglich war, das 50-jährige Jubiläum gebührend zu feiern.

Der Verein in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

28.05.1951

Ein historisches Datum für die sich weiter entwickelnde Kapelle: Per Gemeinderatsbeschluss vom 28.05.1951 wurde dem Verein das Recht verliehen, ab dato den Namen "Stadtkapelle" zu führen.

1952

In diesem Jahr wurde unser unvergessener Gustav Bloyer zum ersten Vorsitzenden gewählt, der ab 1962 bis 1965 zusätzlich noch das Dirigentenamt übernahm und anschließend noch weitere Jahre das Amt des Vize-Dirigenten inne hatte. Unter seiner Leitung nahm der Verein einen weiteren stetigen Aufstieg. So fielen in seine Ära u.a. auch Aufnahmen für zwei Sendungen des Süddeutschen Rundfunks, nämlich 1964 die Mitwirkung bei der Sendung „Mit Volksmusik ins Land hinaus“ und 1973 bei der Sendung „klang und Sang aus Stadt und Land“.

Das optische Erscheinungsbild der aktiven Musiker wurde in diesem Zeitraum dadurch verbessert, dass im Jahr 1965 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eigene Einheitskleidung angeschafft wurde.

Auf Grund seiner herausragenden Verdienste um die Stadtkapelle wurde Gustav Bloyer am 12.03.1976 zu deren Ehrenvorsitzenden ernannt.

1965

Mit der Übergabe des Dirigentenstabes an Hans-Jürgen Brandt im Jahre 1965 wurde der Schwerpunkt der musikalischen Arbeit insbesondere auf die Jugendausbildung gesetzt, um den Fortbestand der Kapelle zu sichern und diese auch personell zu vergrößern und instrumental zu erweitern. Mit Ehrgeiz, Engagement, kameradschaftlichem Humor und musikalischem Sachverstand ist es Hans-Jürgen Brand gelungen, die Stadtkapelle musikalisch neu zu formen und auf ein anspruchsvolles Niveau zu bringen. Beweise hierfür waren u.a. Veranstaltungen, die in Zusammenarbeit mit der Vereinsleitung neu kreiert wurden und die unter seiner musikalischen Leitung als „Highlights“ im geschichtlichen Kalender des Vereins vermerkt werden konnten.

In Anerkennung seiner bleibenden Verdienste um die Stadtkapelle wurde Hans-Jürgen Brandt bei der Jahresfeier am 05.01.1983 zu deren Ehrendirigent ernannt.

1973

Durch die Schaffung einer neuen Satzung und den Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Maulbronn am 20.12.1973 unter dem Namen „Stadtkapelle Knittlingen e.V." erhielt der Verein erstmals einen juristisch rechtsfähigen Status.

1975

Mit einer musikalischen Großveranstaltung vom 07.- 09.06.1975 wurde das 75-jährige Vereinsjubiläum in einem Festzelt auf dem städt. Festplatz gefeiert. Neben verschiedenen Gastkapellen waren auch einige Knittlinger Vereine, die zu einem bunten Unterhaltungsabend beitrugen, beteiligt.

Ein Höhepunkt besonderer Art im Rahmen des Festbanketts war die Uraufführung des eigens zu diesem Jubiläum von Hermann Happel komponierten "Fauststadt-Marsches".

1976

Für den Wechsel an der Vereinsspitze hat sich nun Kurt Steinhilper zur Verfügung gestellt, der als ehemaliger aktiver Musiker mit den Interna der Stadtkapelle gut vertraut war. Er wurde am 12.03.1976 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als Mann mit ausgeprägtem Organisationstalent und großem Ideenreichtum war er Impulsgeber für viele Veranstaltungen der Stadtkapelle, die unter seiner Regie neu entstanden sind.

Als Beispiele seien genannt:

  • das Staigfest, das durch seine Initiative zum Fackel- und Lampionfest umgestaltet wurde
  • die Jahresfeier, die durch seine Anregung am 05.01.1977 erstmals in der Stadthalle ausgerichtet wurde und bis heute ein nicht mehr wegzudenkender kultureller Markstein im Knittlinger Veranstaltungskalender ist (hier dürfen insbesondere auch die jeweils von ihm gestalteten Kulissen und Dekorationen in Erinnerung gerufen werden)
  • das Dahlienfest, das mehrere Jahre Tradition hatte.

Unter seiner Leitung wurde auch das heute dem Verein zur Verfügung stehende Probelokal im Steinhaus ausgebaut und erstmals bezogen.

Um die Leistungen, die Kurt Steinhilper für den Verein aber auch für die Stadt Knittlingen erbracht hat und die sich hier durch weitere Aufzählungen ergänzen ließen, entsprechend zu würdigen, wurde ihm am 26.01.1990 von Bürgermeister Otto Kübler die vom Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg gestiftete Landesehrennadel verliehen. Am 05.01.2008 wurde Kurt Steinhilper zum Ehrenvorsitzenden der Stadtkapelle ernannt.

1977

Bei der Jahresfeier am 05.01.1977 präsentierte die Stadtkapelle nicht nur zum ersten Mal ihre neue Tracht, die bis heute ein Teil des optischen Aushängeschildes der Musiker und Musikerinnen ist, sondern zum ersten Mal auch ein Programm, das in seiner Art neu war, allerdings in ähnlicher Form mit entsprechenden Aktualisierungen und wechselnden Themenbereichen bis heute immer wieder durchgeführt wurde.

Leider hatte diese hervorragende Veranstaltung damals ein sehr trauriges Ende. Zur Bestürzung aller Anwesenden ist nach Abschluss des offiziellen Programms dieser Jahresfeier unser Ehrenvorsitzender Gustav Bloyer verstorben.

Gustav Bloyer wurde an diesem Abend mit der „Bundesförderermedaille in Gold“, der höchsten Ehrung, die der Deutsche Volksmusikerverband zu vergeben hat, ausgezeichnet.

1981

Um den Bürgern von Knittlingen die Aktivitäten und Festivitäten des Vereins quasi vor die Haustüre zu servieren, wurde am 22. und 23.08.1981 erstmals seit Jahrzehnten wieder ein „Seefest“ mit einem Festzelt an der Lüßstraße (heutiger Bauhof) gefeiert.

1983

Wieder stand ein Wechsel in der musikalischen Leitung der Stadtkapelle bevor. Am 17.01.1983 übernahm Rudi Jock den Dirigentenstab. Er hat ihn in den Jahren 1994 bis 1997 für eine Zeit von ca. 2 ¾ Jahren an Norbert Habermann abgegeben, um ihn anschließend wieder zu übernehmen.

Rudi Jock als musikalisch kompetenter und hoch qualifizierter, dynamischer Musiker bis heute gelungen, das Niveau der Stadtkapelle weiter auszubauen. Obwohl es durch die starke "Verjüngung" der Stadtkapelle nicht immer leicht war, die entsprechende Literatur umzusetzen, haben die Musiker durch die Teilnahme an mehreren Wertungsspielen unter seiner Leitung gute bis sehr gute Platzierungen in der Oberstufe erreicht. Auch die Jugendlichen der Stadtkapelle, für deren musikalische Ausbildung Rudi Jock ebenfalls verantwortlich ist, haben bei diversen Wettbewerben immer beste Ergebnisse erreicht.

1984

Nachdem sich im Jahre 1980 die Möglichkeit ergab, in dem stadteigenen Gebäude „Steinhaus“ ein eigenes Domizil zu schaffen, waren die Vereinsmitglieder sofort mit Feuereifer dabei, den zweiten Stock des damals ziemlich verwahrlosten historischen Gebäudes zu entrümpeln und auf Vordermann zu bringen. Der erste Arbeitseinsatz war am 04. September 1980, dem weitere in den nächsten vier Jahren folgen sollten. So wurden mit einem Arbeitsaufwand von mehreren hundert Stunden und einem Investitionsvolumen von über 70.000,- DM Räume geschaffen, die der Kapelle bis heute als Proben- und Kommunikationsstätte dienen. Die Mitlieder der Stadtkapelle waren hier bahnbrechend und hatten lange bevor die Stadtverwaltung sich um Sanierungsmaß nahmen des ehrwürdigen Gebäudes gekümmert hat, durch ihr Engagement bewiesen, dass auch alte Bausubstanzen einer nutzbringenden Verwendung zugeführt werden können. Die Belange des Denkmalschutzes wurden bereits damals durch den Einbau von Sprossenfenstern berücksichtigt. Nicht ohne Stolz konnte man dann am 19.11.1984 in die neuen Räumlichkeiten einziehen.

An dieser Stelle soll allerdings nicht minder erwähnt werden, dass die Stadtkapelle ihre Proben seit Mitte der 50er Jahre bis 1984 im Saal des Gasthauses „Kanne-Post“ abgehalten hat. Wie viel Engagement und Uneigennützigkeit dazu gehört, um einen Musikverein über den Zeitraum einer Generation in seinen Räumen unentgeltlich unterzubringen, können letztendlich nur diejenigen ermessen, die uns eben diese Gastfreundschaft gewährt haben. Ohne dieses großzügige Entgegenkommen der Familie Wezel / Jaggy wäre die Stadtkapelle heute sicher nicht das, was sie ist.

1987

Einen neuen Impuls setzten die Verantwortlichen des Vereins mit der Veranstaltung des ersten „Dahlienfestes“ am 23.08.1987. Dieses Dahlienfest wurde über mehrere Jahre durchgeführt, wobei man in den ersten Jahren die zur Ausschmückung der Festwagen erforderlichen Blüten durch Aufrufe an die Knittlinger Bevölkerung organisierte, später jedoch pro Fest 10.000 Dahlien aus Holland importierte.

Am 01.04.1989 erhielt das Vereinsschiff „Stadtkapelle“ durch Gerhard Hähnle einen neuen Kapitän. Unter seiner Führung wurden diverse Veranstaltungen weiter ausgebaut und insbesondere das Niveau der traditionellen Jahresfeiern mit einem weiteren „Touch“ versehen. Außerdem wurde das 1999 neu initiierte Knittlinger Weinfest unter seiner Federführung ins Leben gerufen.

1999

Stadtkapelle erstmals im Fernsehen

Ein besonderes Erlebnis für die Aktiven des Vereins war die Mitwirkung bei der vom SWR4 am 14.05.1999 im Fernsehen ausgestrahlten Sendung "Fröhlicher Alltag". Hier machten die Musiker zum ersten Mal die Erfahrung, wie Play-Back-Sendungen entstehen. Zusammen mit Stars wie die Flippers, Toni Marshall, Nockalm-Quintett u.a. durfte die Stadtkapelle die Aufzeichnung in der umgestalteten Sporthalle mitgestalten.

2000

Am 02. April 2000 wurde der Stadtkapelle Knittlingen die PRO MUSICA-Plakette vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau in Trossingen verliehen. Die PRO MUSICA-Plakette stiftete Bundespräsident Heinrich Lübke am 07.03.1968 als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die mindestens einhundert Jahre bestehen und sich in dieser Zeit besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben. Gerhard Hähnle hat hier in mühevoller Kleinstarbeit die 100 Jahre Vereinsgeschichte aufbereitet und dargelegt, so dass wir voller Stolz in Trossingen diese Plakette in Empfang nehmen durften.

Der Festakt zum 100-jährigen Jubiläum fand am 14. April 2000 in der Stadthalle Knittlingen statt.